Stockbrot im Tipidorf vom 7. Oktober

Im Zeichen des Hl. Franziskus: Naturwanderung zum „Tipi-Dorf“ bei Oberkirch

21 Personen, darunter 11 Kinder, und ein Hund trafen sich an diesem frühherbstlichen Samstagvormittag auf einem Parkplatz in Oberkirch. Die wärmende Sonne beflügelte die erwartungsvoll-frohe Stimmung.

Gemeindereferentin Bettina Brugger, die zusammen mit ihrem Mann Daniel diesen Ausflug für die Hauptzielgruppe „Junge Familien“ vorgeschlagen und organisiert hatte, begrüßte die Gruppe am Anfang des gemeinsamen Wegs. Sie erinnerte an den Namenstag des vor etwa 800 Jahren wirkenden Heiligen am 4.10. und gab den Teilnehmern einige Gedanken des naturliebenden Hl. Franziskus mit auf den Weg, um ihre Achtsamkeit für die sie umgebende Natur anzuregen. Außerdem verteilte Bettina Brugger die Unterlage zu einem später zu lösenden Rätsel und ermunterte die Gruppe, das Laute des Alltags gegen die vorherrschende Stille der Natur mit ihren nur vereinzelten spezifischen Geräuschen einzutauschen und die aufdringliche Bilderflut der Medien gegen die sich nicht immer auf den ersten Blick erschließende Schönheit der Natureindrücke.

Darüber hinaus erläuterte sie die Idee eines „Natur-Mandalas“ und ermunterte die Gruppe, geeignete „Bausteine“ dafür in der Natur zu sammeln. Als genügend Material vorhanden war, legte die Gruppe gemeinsam dieses Mandala und zur Meditation darüber verlas Bettina Brugger den „Sonnengesang“ des Hl. Franziskus. Darin lobt er Gottes Schöpfung, sensibilisiert für die lebensspendenden und -erhaltenden Elemente der Natur und spart auch den Tod nicht aus.

Nach einer weiteren überschaubaren Wegstrecke war das Anwesen der Familie Halter erreicht, zu dem das Zelt-Dorf gehört. Wirtschaftsschwerpunkt des bäuerlichen Hofs ist die von Hand durchgeführte Destillierung von Obstbränden und Likören aus Früchten der Region. Die edlen Spirituosen werden in zeitgemäß schlanken Flaschen in einem eigenen Raum präsentiert und können dort auch verkostet werden.

Der mittlerweile hungrigen Kolping-Gruppe ging es jedoch zur Mittagszeit um die Fertigstellung von Stockbrot, dessen „Rohmaterial“ bereits für Natur-Stöcke vorbereitet war und mit Gemüse nach Wahl ergänzt werden konnte. Außerdem wurden Würste und Bauchspeck zum Grillen dazu gereicht. Stilgerecht und hingebungsvoll wurde das Brot über offenem Feuer geröstet und mit Begeisterung verzehrt.

Den stimmungsvollen Ausklang bildete die Lösung der bereits verteilten Quizfragen, die Gottes Schöpfung und ihre aktuellen ökologischen Bezüge zum Inhalt hatten. Richtige Antworten wurden mit Gummibärchen belohnt. Mit dem gemeinsam gesungenen Loblied „Laudato Si“ und dem Friedensgebet des Hl. Franziskus fand diese von allen Teilnehmern als bestens gelungen betrachtete spirituell-kulinarische Naturwanderung ihren würdigen Abschluss.

 


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29. Oktober 2017
Anita Hermann